Die Welt braucht viel mehr Luxusprobleme

Unser Stammtisch findet zwar in einem separaten Raum, jedoch in einem öffentlichen Lokal statt.  Hin und wieder kommen dadurch auch Gäste unabsichtlich zu uns, so geschehen am vergangenen Mittwoch.

Nachdem wir unserem Gast kurz erklärt haben, daß wir uns über offene Beziehungen und Polyamorie unterhalten, verließ er, etwas von „Luxusprobleme“ murmelnd, unseren Tisch.

Und das stimmt! Um sich Gedanken über ein selbstbestimmtes Beziehungs- und Liebesleben jenseits von Monogamie machen zu können, braucht es Freiheit. Freiheit von Denkverboten und Freiheit von Materieller Not.
Aber man muss nicht einmal weit weg gehen, selbst auf der schrumfenden Wohlstandsinsel Mitteleuropas gibt es Menschen, die in ihrem Beziehungsleben in seelische und materielle Abhängigkeit geraten sind, die es nicht wagen, eine aushäusige Verliebtheit oder den Gedanken an eine offene Beziehung laut zu äussern, weil sie sich eine Trennung nicht leisten können oder Sorge um die Zukunft ihrer Kinder haben.

OBHD – Polyamore Diskussionen: Wenn das Luxus ist, wünsche ich mir, daß alle anderen Menschen auch solchen Luxus haben:

Nicht nur Probleme zu lösen, weil man es MUSS,  sondern sich auch Gedanken zu interessanten Themen machen zu können, weil man es MÖCHTE.

-PolyLX

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2 Kommentare zu „Die Welt braucht viel mehr Luxusprobleme“

  1. Die Welt braucht mehr Luxusprobleme – richtig so. Die Mangelverwalter der Liebe sollen sich verkrümeln.
    affiche

  2. Wovon sollte die Liebe denn frei sein? – Die Liebe ist frei!
    Was gibt’s denn da zu diskutieren? Nicht doch ein „Luxusproblemchen“? (gähn)

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