Themenabend „Datenschutz in Polybeziehungen“

Wir waren zu neunt am Mittwoch Abend 27.5.09 in der Taverne. Die Frage „was erzähle ich wem zuerst?“ führte uns direkt zur Frage der Wertigkeit. Ist beispielsweise in einer (FFM-) Frau-Frau-Mann-Beziehung die eine beleidigt, das Neueste nicht als erste vom Mann erfahren zu haben, weil sie sich in ihrer Wertigkeit herabgesetzt fühlte?

Wird überhaupt jemand ver-, ge- oder bewertet in einer Dreiecksbeziehung? Ich habe mir nie um „die andere“ Frau Gedanken gemacht.  Als heimlich gehaltene Geliebte fühlte ich mich aber zu schlecht (entwürdigt), als dass ich das noch länger mitmachen hätte wollen. Ich bin mir wichtig. Andererseits war zu viel Energie in dieser Kräfte zehrenden Beziehung gefangen, als dass ich hätte nach einem passenderen Partner Ausschau halten können. Und wenn ich nach einem zweiten Geliebten Ausschau gehalten hätte, hätte der erste nicht schlecht geguckt! Nicht gleiches Recht für alle…

Eine der Anwesenden berichtete, dass ihr PolyLover sie gerne an seinen weiteren Liebschaften teilhaben lassen würde. Sie jedoch lehnt das ab. Das sei seine Sache.

Ein anwesendes Ehepaar erzählte, dass seine Geliebte bei seiner Frau anrief – aus Versehen. Und dann baff war, weil die Ehefrau so nett war – und überhaupt kein Problem damit hatte, die Geliebte des Mannes am Telefon zu haben. So nach dem Motto: das muss doch ein Problem sein!!?

Wenn ein Poly-Mann alle seine Partnerinnen immer gleich behandeln wollte, hätte er sich viel vorgenommen. Nicht nur wegen dem Zeitproblem.

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